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Vale of Eternity im Test

16 oktober 2026 · Bijgewerkt 27 juli 2026

Vale of Eternity im Test

Vale of Eternity im Test

Mandoo Games | 2 bis 4 Personen | 14+ | 30 bis 45 Minuten

In The Vale of Eternity von Mandoo Games schlüpfst du in die Rolle eines Bändigers, der auf die Jagd nach Monstern und Geistern geht. Indem du diese Wesen fängst und auf deine Seite holst, baust du eine immer stärkere Sammlung auf. Manche Monster bringen sofort Punkte, andere haben dagegen starke Effekte, die dir im Lauf des Spiels helfen.

Zu Beginn wählen alle eine Farbe und nehmen sich die passenden Marker und die Spielerkarte. Leg dann den Spielplan und die Wertungstafel auf den Tisch, mische die Karten und setze alle Wertungssteine auf die Punkteleiste.

Das Spiel

Das Herz des Spiels sind die Monsterkarten, aufgeteilt in fünf Familien: Feuer, Wasser, Erde, Wind und Drache. Jede Familie hat ihren eigenen Charakter: Die eine Karte bringt sofort Punkte, die andere gibt dir magische Steine oder einen praktischen Effekt. Um ein Monster herbeizurufen, bezahlst du mit magischen Steinen im Wert von 1, 3 oder 6. Deine Spielfläche wächst stetig mit: In der ersten Runde darfst du nur ein Monster ausliegen haben, und jede Runde kommt ein Platz dazu.

Jede Runde besteht aus drei Phasen. In der Jagdphase werden Karten aufgedeckt, danach setzt ihr reihum je zwei Marker, um anzuzeigen, welche Monster ihr euch sichern wollt. Dann folgt die Aktionsphase. Hier bestimmst du selbst, in welcher Reihenfolge du deine Aktionen ausführst. Du kannst eine gesicherte Karte für magische Steine verkaufen, ein Monster zähmen und auf die Hand nehmen, ein Monster herbeirufen, indem du seine Kosten bezahlst, oder ein früher herbeigerufenes Monster entfernen.

In der Schlussphase aktivieren alle die Effekte der Monster in ihrer Spielfläche. Im Lauf des Spiels verdienst du Punkte, indem du Monster herbeirufst und ihre Fähigkeiten geschickt nutzt. Nach zehn Runden oder sobald jemand sechzig Punkte erreicht, gewinnt die Person mit der höchsten Punktzahl.

Eindruck

Das Thema ist ohne Zweifel einer der größten Pluspunkte dieses Spiels. Die siebzig wunderschön illustrierten Karten beruhen auf mythologischen Wesen aus verschiedenen Kulturen und geben dem Spiel viel Charakter. Auch der hölzerne Startspielermarker zeigt, wie viel Liebe in die Ausstattung geflossen ist.

Unter der Haube verbindet das Spiel offenes Drafting, Handmanagement und Set Collection zu einem überraschend runden Ganzen. Eine Karte auszuwählen, ist erst der Anfang, denn gleich danach stellt sich die Frage, was du damit anfängst. Verkaufst du ein starkes Monster für die magischen Steine, die du brauchst, oder behältst du es, um es später herbeizurufen? Genau diese Abwägung macht jeden Zug spannend.

Das Limit von vier magischen Steinen sorgt dabei für zusätzliche Spannung. Du kannst nicht unbegrenzt sparen und musst deshalb ständig vorausdenken. Weil du deine Aktionen in fast jeder beliebigen Reihenfolge ausführen darfst, entstehen außerdem viele kleine Rätsel, bei denen du versuchst, so viel wie möglich aus einem Zug herauszuholen.

Das Tempo fühlt sich angenehm entspannt an. Die meiste Interaktion steckt in der Jagdphase, in der ihr um die besten Karten kämpft. Danach verlagert sich die Aufmerksamkeit vor allem auf den Aufbau deiner eigenen Auslage und auf durchdachte Kombinationen. Das macht das Spiel nicht zum Solitär-Erlebnis, sondern angenehm ruhig und übersichtlich.

Außerdem ist uns aufgefallen, wie spannend die Schlusswertung jedes Mal blieb. In unseren Partien stand der Sieg erst in der letzten Runde fest. Natürlich spielt Glück eine Rolle, weil du nie weißt, welche Monster auftauchen, aber gerade dadurch fühlt sich jede Partie anders an. Du musst deine Strategie anpassen und entdeckst immer wieder neue Kombinationen.

Dieses Spiel bringt bekannte Mechanismen auf frische Weise zusammen. Das Ergebnis ist ein zugängliches Kartenspiel mit genug Tiefgang, dass du es immer wieder auf den Tisch bringen willst.